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Deutsch-Japanischer Sportjugendaustausch 2007















Nachfolgend finden sie den sehr interessanten Bericht zur Teilnahme einiger unserer Jugendlichen am Deutsch-Japanischen Austauschprogramm der Sportjugend von 22.7.2007 bis 13.8.2007. Es ist einfach toll wenn sich Jugendliche so mutig engagieren und an diesem, sicher nicht alltäglichen Austauschprogramm teilnehmen. Chapeau, das ist KLASSE ... und kommt garantiert nicht alle Tage vor. Der folgende Artikel, voller positiver Eindrücke und toller Erlebnisse, stammt von Alex Schweickhardt.

Im Rahmen des 34. japanisch-deutschen Simultanaustausches der "Deutschen Sportjugend" (dsj) konnten dieses Jahr Jana Lipowsky, Susanne Melber und Alexander Schweickhardt nach Japan reisen. Die "dsj" ist der Dachverband aller Jugendlichen in deutschen Sportvereinen. Dieser Verband organisiert seit 1974 jedes Jahr, zusammen mit der JJSA (Japan Junior Sports Association) den Austausch. Insgesamt 8000 Jugendliche auf jeder Seite, konnten so schon die fremde, gegenseitige Kultur kennen lernen. So flogen am 22. Juli, 120 deutsche Sportler nach Japan. Nach einem Zentralprogramm in Kyoto, der wohl traditionsreichsten Stadt Japans, teilte sich die Deutsche Delegation in 12 Gruppen und es folgte ein zweieinhalbwöchiges Regionalprogramm. Die Gruppe der deutschen Schwimmjugend, in welcher wir uns befanden, verbrachte die ersten 5 Tage in der Präfektur Fukushima, und dort in einem kleinen Dorf namens Itate. Die ersten Nächte waren wir in einem japanischen Hotel (Ryokan) untergebracht. Die Zimmer sind, wie es üblich ist, mit Tatamimatten ausgelegt. Abends, vor dem Schlafengehen, wird dann ein Futon ausgerollt und die Bettwäsche wird aus dem Wandschrank geholt. So dient das Schlafzimmer tagsüber als Wohnzimmer.

Nachdem wir die erste Nacht in den Gastfamilien übernachteten, durften wir an einer echten japanischen Teezeremonie teilhaben und zusammen mit den Jugendlichen der Sportjugend Itate (fließende Nudeln) essen. Dafür werden mehrere Bambusrinnen gebraucht (vgl. Fotos), die in einem kleinen Gefälle aufgestellt werden. Zusammen mit fließendem Wasser werden dann gekochte Nudeln (soba) die Rinne hinunter "geschickt". Diese werden mit Stäbchen aufgefangen und mit einer Sojasoße verzehrt. Außerdem besuchten viele mit ihren Gastfamilien ein Feuerwerk (hanabi) in Fukushima-City anlässlich des Sommerfestes. Dort konnte man ein perfekt zur Musik (die vorwiegend europäisch war) synchronisiertes Feuerwerk erleben.

Von der Präfektur Fukushima ging es mit dem Bus nord-östlich in Richtung der Japanischen See. In Tsuruoka, Präfektur Yamagata, angekommen, fand wie üblich der Besuch beim Bürgermeister statt. Beeindruckend war, das dort 70 % der gesamten Belegschaft des Rathauses, uns in der Eingangshalle Willkommen hießen. Und wie immer war das Programm der dortigen Sportjugend ohne jegliche Verschnaufpause! Wir konnten Kendo kennenlernen und bauten am Strand von Yura ein Floß aus Bambus, mit welchem wir angebunden an ein Motorboot, auf's Meer gezogen wurden. Zum Mittagessen gab es Suppe mit Qualle und einem vorzüglichen Vanille-Quallen-Eis. Sollte man mal probiert haben!

Die dritte Station unserer Japanreise war Rifu-Cho, Präfektur Miyagi. Dort steht das, für die Fußballweltmeisterschaft 2002 in Japan und Korea gebaute Stadion von Miyagi. Nachts um 11 Uhr wurden wir da hineingeführt ... und man hieß uns dann auch gleich per Begrüßungstext auf dem Stadionbildschirm Willkommen. Nach einigen Spielminuten auf dem Rasen konnten wir hinter die Kulissen, u.a. in den Technikraum blicken.

Die folgenden Tage
besuchten das Sternefest in Sendai und machten eine Bootsfahrt im Matsushima Bay. Zum Ende stand noch einmal ein Zentralprogramm auf dem Plan: in Tokio fand eine Vertragsunterzeichnung zwischen der dsj und der JJSA statt, welcher diesen Austausch für weitere vier Jahre sichert. Tokio selbst war bei Nacht wie bei Tag ein unglaubliches Erlebnis. Überraschend für war, dass man - falls man den Abend in den Vergnügungsvierteln Roppongi oder Shinjuku verbringen möchte -  auf jeden Fall Geld für ein Taxi dabei haben sollte; die Metro schließt nämlich um Punkt 24 Uhr! Wir besuchten schließlich noch den Tokio Tower, das National Museum of Modern Art und Ginza mit seinen tollen Einkafspassagen.

Am Montag den 13. August, nach drei Wochen voller unvergesslicher Eindrücke und Erinnerungen, flog die deutsche Jugenddelegation dann zurück nach Frankfurt.


Alexander Schweickhardt
16. August 2007